Hörste (Lippstadt)
Hörste ist ein Dorf, das zur Stadt Lippstadt im Kreis Soest in Nordrhein-Westfalen gehört. Der Ort war Teil des Entenschnabels des Altkreises Büren.[2] Geschichte![]() ![]() Urkundlich erwähnt wurde der Ort erstmals 881, als König Ludwig III. die Bewohner der freien Mark Hörste der Gerichtsbarkeit des Bischofs zu Paderborn unterstellte. Die Kirche St. Martinus wird 1216 in einer Urkunde erstmals erwähnt. Um die Kirche zu unterhalten, wurden Ländereien innerhalb der Pfarrgemeinde der Kirche vermacht. Auf diesen Ländereien sollte hauptsächlich für das Beleuchtungsgut der Kirchen gesorgt werden. Dazu wurde ein sogenannter „Wachszins“ erhoben. Mehrmals kam es darüber zu Streitereien, die den Dompropst Gottschalk von Paderborn veranlassten, eine Urkunde zu erstellen, die dafür sorgen sollte, dass die Ländereien dauerhaft der Kirche überschrieben werden. Bereits einige Jahre später gab es erneut Probleme, so dass Dompropst Lambert jedem mit dem Kirchenbann drohte, der es weiter wagen würde, gegen die kirchliche Gesetzgebung zu verstoßen. Hörste gehörte bis zu den Napoleonischen Kriegen zum Küchenamt Boke des Hochstifts Paderborn.[3] Während der Franzosenzeit gehörte Hörste zum Kanton Ringboke des Departements der Fulda im Königreich Westphalen.[4] Der Ort wurde 1815 in die neue Provinz Westfalen eingegliedert und kam durch Erlass der Königlichen Regierung in Minden 1816 zum neuen Kreis Büren. Aus dem Kanton Ringboke wurde im Kreis Büren das Amt Boke, das in den 1930er Jahren im Amt Salzkotten-Boke aufging. Durch das Sauerland/Paderborn-Gesetz wurde Hörste am 1. Januar 1975 der Stadt Lippstadt zugeschlagen und wechselte damit aus dem Kreis Büren im Regierungsbezirk Detmold in den Kreis Soest im Regierungsbezirk Arnsberg.[5] Einwohnerentwicklung
Kultur und SehenswürdigkeitenKirchenHörstes Pfarrkirche St. Martinus existiert bereits seit der Mitte des 12. Jahrhunderts. Bis 1974 gehörte die Kirche als Grenzvikariat zum Bistum Paderborn. Die kommunale Neuordnung verlagerte auch die kirchlichen Dekanatsgrenzen. Jetzt gehört sie zum Dekanat Lippstadt-Rüthen. Am 25. Mai 1975 wurde die Lukas-Kirche in Hörste als evangelische Kirche für die umliegenden Ortschaften der evangelischen Kirchengemeinde Geseke eingeweiht.[9] Auf einer Gemeindeversammlung der Evangelischen Kirchengemeinde Lippstadt am 24. Februar 2023 wurde die Schließung der Lukas-Kirche in Hörste angekündigt. Bis zur Entwidmung am 14. Januar 2024 wird es weiterhin Gottesdienste und Veranstaltungen geben.[10]
PersönlichkeitenSöhne und Töchter von Hörste:
SportVfL Hörste Garfeln
Sportstätten
Siehe auch
WeblinksCommons: Hörste – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
Einzelnachweise
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